Milkel II Neschwitz II 3:1
Nach dem das Aufeinandertreffen mit dem Tabellenzweiten Hochkirch in der Vorwoche aufgrund der Witterung ausfiel, waren die Milkeler Spieler besonders motiviert zumal Neschwitz zum Spitzenspiel der Liga erwartet wurde. So war man auch dankbar Verstärkung aus der ersten Mannschaft des FSV bekommen zu haben. Sebastian Richter ehemals selbst Neschwitzer sollte nach einer Verletzung wieder an den Punktspielbetrieb herangeführt werden.
Allerdings fand das Spiel auf dem Ausweichplatz in Särchen statt. Obwohl bespielbar, war es schwierig auf diesem Platz ansehnlichen Fußball zu spielen. Trotzdem war es nicht nur dem Platz geschuldet, dass die höchste Anzahl von Ballkontakten innerhalb eines Spielzugs bei fünf (!) lag.
Die Trainergespann der Milkeler hatte sich für dieses Spiel zunächst für eine defensive und abwartende Taktik entschieden um den Gegner ein wenig herauszufordern. Tatsächlich gelang es den Blauen recht gut hinten dicht zu machen. Lediglich wenige Möglichkeiten für die Neschwitzer wurden zugelassen, während man für Milkel keine ernsthaften Chancen zählen konnte. So endete die erste Halbzeit auch torlos.
Milkel wechselte zur Halbzeit. Wobst kam für den gut in der Abwehr spielenden Biesold (und vertrat ihn gut), sowie Michalk den ein wenig überforderten Kutschke im linken Mittelfeld ersetzte und für viele neue Impulse sorgte. Wie so oft, begannen die zweiten 45 Minuten mit einem Paukenschlag. Nach dem Libero Fleischer sich bei einem langen Ball verschätzte und gleichzeitig Verteidiger Lang einen Stellungsfehler beging, brach ein Neschwitzer Stürmer durch und erzielte die Führung für die Gäste (47.). Doch nur drei Minuten später machte Fleischer seinen Fehler wieder gut. Nach schönem Doppelpass mit Michalk kam er zum Schuss aus 25 Metern. Der Ball wurde länger und länger und schlug schließlich unhaltbar im linken oberen Eck ein Traumtor für den Abwehrchef.
Dadurch wachgerüttelt erspielten sich die nun offensiver agierenden Milkeler viele Chancen. Gleichzeitig wurde das Spiel durch viele unschöne Aktionen beider Seiten, aber vor allem von den Gästen, unnötigerweise härter. In der 55. Minute erhöhte Richter auf 2:1 und gab dem Milkeler Spiel ein wenig Ruhe. Allerdings häuften sich nun die Unsportlichkeiten. Der nun nach vorn gerückte Libero der Neschwitzer versuchte nun mit allen Mitteln die drohende Niederlage abzuwenden, dabei landete auch mal dessen Hand im Gesicht von Mittelfeldstrategen Kirschke. Doch diese Aktion blieb ungeahndet, dafür wurde das Heimteam immer aufgebrachter angesichts solcher übertriebener Härte.
Der Spielverlauf selber bliebe aber fest in den Händen der Gastgeber, auch wenn Neschwitz noch dreimal gefährlich vor Torwart Schneider auftauchte. Aber der Milkeler Keeper konnte sich wieder einmal auszeichnen und seine tolle Entwicklung seit Saisonbeginn unter Beweis stellen.
Man erspielte sich in Folge viele Möglichkeiten, die jedoch durch den Neschwitzer Sportfreund an der Seitenlinie immer wieder vereitelt wurden. Zum Beispiel hob er nach einem Einwurf die Fahne und zeigte eine Abseitsstellung an
Nach 70 Minuten durfte nun der noch ein wenig angeschlagene Koberstein das Feld verlassen, zuvor hatte dieser stets fleißige Stürmer sich Möglichkeiten erarbeitet, blieb aber glücklos. Für ihn kam Schuster.
Der Angriffssturm der Blauen wurde nun nur noch von Fouls unterbrochen. Nachdem Stegert auf der linken Seite wiederholt zu Fall gebracht wurde, verlor er die Nerven. Das Ergebnis war eine Verwarnung.
Die Sturmspitzen arbeiteten gut und machten immer wieder Platz für die Mittelfeldakteure, die immer wieder gefährlich nach vorn stießen. Nach schönem Pass auf Richter war dieser bereits am letzten Mann vorbei, als er im Strafraum gefoult wurde. Wieder ließ der Schiedsrichter Gnade vor Recht ergehen und entschied auf Freistoß an der Strafraumgrenze und verwarnte den Neschwitzer Abwehrspieler lediglich. Diese Standardsituation nutzte Bartko, der ja für seinen harten Schuss bekannt ist, mit einem eher verunglückten Kullerball, den der Torwart schlicht und ergreifend durch die Hände rutschen ließ.
Kurz vor Schluss kam auch Schuster noch zu einer guten Gelegenheit. Nach Ecke von Bartko kam er völlig frei zum Kopfball, traf den Ball aber nur mit der Schulter und vergab so.
Mit einer überzeugenden Leistung in der zweiten Halbzeit sicherte sich Milkel den dritten Tabellenrang und schaut nun zuversichtlich auf das sicher schwere Spiel gegen Königswartha am Vortag des Nikolausfests.
Milkel: Schneider, M. Lang, S. Fleischer, R. Biesold, A. (45. Wobst, O.) Schöbitz, D. Kutschke, F. (45. Michalk, J) Kirschke, D. Bartko, R. Koberstein, R. (70. Schuster) Richter, S.
0:1 47. Minute
1:1 Fleischer 50. Minute
2:1 Richter 55. Minute
3:1 Bartko 80. Minute