FSV Blau-Weiß Milkel

 

 

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Königswartha IV – Milkel II 2:3

Zur Vorbereitung auf das immer heiß umkämpfte Derby gegen Königswartha traf man sich am Vorabend zu einer ausgelassenen Kegelpartie. Dementsprechend ging ein Teil unserer Mannschaft gehandicapt ins Spiel. Obwohl das schöne Wetter auf ein noch schöneres Spiel hoffen ließ, zerstörten die widrigen Platzverhältnisse alle Erwartungen. Trotz zweier guter Rasenplätze fand das Spiel auf dem Hartplatz statt, der nahezu vollkommen unter Wasser stand. Zusammen mit der tief stehenden Sonne, die sich noch dazu in den Pfützen spiegelte, war der Platz eigentlich unbespielbar. Dennoch wurde das Spiel angepfiffen.

Die Gäste erwischten ausnahmsweise einen guten Start. Mittelfeldakteur Kirschke setzte sich auf der rechten Seite durch, legte sich aber nach einem Doppelpass mit Schuster den Ball zu weit vor. Der mitgelaufene Schuster reagierte am schnellsten und konnte den Ball mit links am Torwart vorbei schieben und traf zum 1:0 (03.).

In den folgenden 15 Minuten kam man immer wieder über die rechte Seite zur Grundlinie jedoch misslangen sämtliche Hereingaben, sodass nun die Gastgeber Oberhand gewannen und mit der Sonne im Rücken sich klare Vorteile erspielten. Königswartha kam nun nach langen Bällen aus der Mitte auf die Flügel zu Möglichkeiten, die auch genutzt wurden. In der 30. Minute gelang es dem rechten Mittelfeldspieler nach Missverständnis zwischen Lang und Michalk auf dem Flügel durchzubrechen und lief allein auf Keeper Schneider zu. Dieser, geblendet von der Sonne, war gegen den auch noch verunglückten Schuss chancenlos.

Nur kurz darauf war die Heimmannschaft mit dem gleichen Schema erfolgreich. Wiederum kam ein langer Ball auf die linke Milkeler Abwehrseite, den Lang zu nächst erlief und hinaus schlug. Allerdings konnte der heran stürmende Angreifer den Ball mit der Hand am Oberkörper blocken, was der Schiedsrichter allerdings nicht sehen konnte, und konnte so den Ball an Lang und Schneider vorbeilegen (33.). Noch dazu musste der bis dahin souveräne Biesold auf der rechten Seite Platz für Wobst machen, denn er hatte sich bereits Minuten davor verletzt. Milkel konnte in dieser Phase wenig dagegen setzen. Freistöße von Bartko blieben harmlos und lediglich Schuster konnte nach einer Ecke mit dem Kopf Gefahr erzeugen. So endete die erste Halbzeit, die von diversen Unterbrechungen gezeichnet war. Unter anderem auch vom gefürchteten Rauchpulver der zahlreich mitgereisten Milkeler Fans.

In den zweiten 45 Minuten stand nun dem Königswarthaer Tormann die Sonne im Gesicht. Ein Vorteil der sich entscheidend auswirken sollte. Milkel konnte sich nun besser auf die Verhältnisse und den Gegner einstellen. Libero Fleischer erkannte die Situation und schaltete sich nun immer wieder mit in die Offensive ein. Die Abwehr stand nun sicherer und das Mittelfeld konnte viele Bälle abfangen und immer wieder auf den schnellen Koberstein spielen. Dieser nutzte die sich ihm bietenden Gelegenheiten zunächst aber noch nicht, die durch Fehler seines Gegenspielers immer wieder entstanden.

Kirschke konnte sich im Mittelfeld den Ball erkämpfen, scheiterte jedoch am Außennetz. Die in der Mitte freistehenden Stegert, Fleischer und Schuster hatte er schlicht weg übersehen. In der 60. Minute kam dann der verdiente Ausgleich. Koberstein konnte, nach Pass von Bartko, den Ball im Rutschen, am sich hinwerfenden Torwart vorbei, ins Tor schießen. Der Königswarthaer Torwart stellte sich daraufhin selbst ein Armutszeugnis aus. Nach dem er wieder aufgestanden war, trat er – ohne jeden Grund - den am Boden liegenden Koberstein in die Rippen. Die Aktion blieb vom Schiedsrichter ungeahndet!

Königswartha kam nun immer wieder zu Standards. Diese ließen den Milkeler Fans zwar öfter den Atem stocken, blieben aber größtenteils ungefährlich oder wurden von Torwart Schneider pariert.Milkel wechselte nun aus. Der angeschlagene Stegert verließ den Platz. Für ihn kam der extra aus Berlin angereiste Jurischka (70.). Nur zwei Minuten später kam für den nach einem Zweikampf betreten wirkenden Schöbitz auch Kutschke ins Spiel. Spätestens ab diesem Zeitpunkt gab Libero Fleischer endgültig seinen Posten auf um auf ein weiteres Tor zu drängen. Dies gelang ihm auch. Nachdem er sich im Mittelfeld durchsetzte, stoppte erneut nur eine Pfütze die Milkeler Angriffsbemühungen. Die harte Arbeit in Halbzeit zwei sollte sich in der 80. Minute noch auszahlen.

Kirschke erkämpfte sich den Ball und legte schulbuchartig auf Schuster ab. Dieser lief von halblinks völlig frei auf den herauslaufenden Torwart zu und lupfte wiederum mit links ins linke obere Eck. Die Freude der Spieler und vor allem der Fans schien grenzenlos. So wundert es kaum, dass eine Leuchtrakete ihren Weg in den blauen Himmel fand, während sich die Spieler in den Armen lagen.Kurz darauf kam Schuster zu einer weiteren Gelegenheit. Nach Einwurf von Bartko nahm er den Ball mit der Brust an und brachte den Ball per Seitfallzieher auf das Tor, verpasste dieses aber nur knapp. Ergebnis war ein aufgeschlagenes Knie, das stark blutete. Er war damit aber nicht der einzige. Viele Spieler gingen sichtlich gezeichnet vom Feld, was zweifellos den katastrophalen Platzbedingungen geschuldet war.

Milkel überzeugte mit der kämpferischen Leistung, drei Toren und damit, dass man sich nicht auf Diskussionen mit dem eher mäßigen Schiedsrichter einließ.

 

Milkel: Schneider, M. – Fleischer, R. – Biesold, A. (33. Wobst, O.) – Schöbitz, D. (72. Kutschke, F.) – Lang, S. – Stegert, M. (70. Jurischka, R.) – Kirschke, D. – Bartko, R. – Michalk, J. – Koberstein, R. – Schuster, C.

Tore:

0:1 Schuster, C. 03. Minute

1:1 30. Minute

2:1 33. Minute

2:2 Koberstein, R. 60. Minute

2:3 Schuster, C. 80. Minute